Ex-Rapid-Torhüter Koch verstorben
Der ehemalige Torhüter des SK Rapid, Georg Koch, ist im Alter von nur 54 Jahren nach einer Krebserkrankung verstorben. Vor drei Jahren wurde bei Koch Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt, 2024 machte der Torhüter seine unheilbare Erkrankung öffentlich.
Koch hatte während seiner Karriere bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg sowie im Ausland bei PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid gespielt. Für die Hütteldorfer war er 2008 siebenmal in der Bundesliga und zweimal in der Champions-League-Qualifikation im Einsatz. Sein letztes Spiel war am 24. August 2008 im Wiener Derby. Dabei war der Goalie in der 6. Minute zu Boden gegangen, nachdem ein aus dem dahinterliegenden Austria-Sektor geworfener Feuerwerkskörper in seiner Nähe explodiert war. Der Deutsche hatte dabei ein Gehörtrauma mit Vertäubung sowie einen Kreislaufzusammenbruch erlitten.
„Das ist schon bitter, wenn Du dir durch die Haare gehst und plötzlich ein ganzes Büschel Haare in den Händen hältst“, sagte Koch in einem Interview vor rund zwei Jahren. „Für Dinge, die du früher in fünf Sekunden erledigt hast, brauche ich inzwischen eine halbe Minute. Aber ich muss mich ja mit der Krankheit arrangieren. Jammern bringt nichts und war noch nie mein Ding.“
„Aber wenn man einmal selbst auf einer Krebsstation gewesen ist und man sieht, wie viel Elend es gibt und dass es auch kleine Kinder trifft und junge Menschen, dann kann ich das auch anders einordnen und zu dem Entschluss kommen: Ich hatte ein tolles Leben!“, sagte Koch, der 2024 angab, sich „mit Medikamenten aus den USA“ behandeln zu lassen: „Ich konnte das Elend auf den Krebsstationen einfach nicht mehr ertragen, das hat mich fertig gemacht.“
Zuletzt hatte Koch im Fußball als Tormann-Trainer sowie später als Teammanager bei Viktoria Köln gearbeitet.
Bild: GEPA