Marsch zieht Bilanz nach Meistertitel: „Diese Truppe hat in zwei Jahren viel gezeigt und sogar gegen den besten Gegner auf der ganzen Welt gut gespielt“

via Sky Sport Austria
  • Andreas Ulmer: „Für mich ist das der schönste Beruf“
  • Maximilian Wöber über Red Bull Salzburg: „Es ist fast ein Jahrzehnt etwas aufgebaut worden, was richtig, richtig gut ist, mit einem Verein, der auch international immer besser wird, mit den letzten zwei Jahren in der Champions League“
  • Zlatko Junuzovic über mögliche internationale Erfolge in der Zukunft: „Der Weg passt und wir werden sehen, was die nächsten Jahre bringen“
  • Maximilian Wöber über das Feiern mit Zlatko Junuzovic: „Er hat zwei Kinder und wenn er um fünf nach Hause kommt, heißt es gleich weiterspielen. Aber mittlerweile ist er gut trainiert“
  • Dietmar Kühbauer über den möglichen zweiten Platz: „Wir sind in einer sehr guten Position, aber ich glaube nicht, dass wir in Badeschlapfen spielen können“

FC Red Bull Salzburg gewinnt 2:0 gegen SK Rapid Wien und sichert sich damit zum achten Mal in Serie den österreichischen Fußball-Meistertitel. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

FC Red Bull Salzburg – SK Rapid Wien 2:0 (1:0)
Schiedsrichter: Markus Hameter

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):
…über das Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht die beste Leistung geliefert, weil wir ein bisschen nervös waren. In der Halbzeit gab es das Gespräch, damit wir ruhiger und mutiger spielen und unsere Qualität zeigen können.“

…über Patson Daka: „Patson ist ein überragender Typ, ein guter Spieler, eine Persönlichkeit, die immer positiv ist und immer nach Verbesserung sucht. Er kann in vielen guten Vereinen spielen.“

…über die Saisonleistung seiner Mannschaft: „Der Zusammenhalt, die Stimmung in der Gruppe ist überragend. Das ist etwas ganz Besonderes. Ich habe das in den ersten Tagen meiner Arbeit vor zwei Jahren gesehen und war so glücklich das zu sehen. Mein Ziel war immer, dass wir eine starke Gruppe haben und für einander arbeiten und habe von Anfang an gesehen, dass wir super Typen, junge Spieler hatten. Diese Truppe hat in zwei Jahren viel gezeigt und sogar gegen den besten Gegner auf der ganzen Welt gut gespielt. Ich freue mich sehr, Teil dieses Erfolgs zu sein.“

…über sein erstes Treffen mit Christoph Freund: „Christoph Freund und ich haben uns vor sechs, sieben Jahren getroffen. Beim ersten Mal habe ich gedacht: ‚Er ist ein richtig guter Sportdirektor‘ – mit seiner Idee, was ein Verein ist. Wir haben uns oft getroffen und es war eine Idee, dass ich in naher Zukunft Trainer sein kann und als wir die Entscheidung getroffen haben, war ich sehr glücklich.“

…ob er das Lied „Sweet Caroline“ wieder hören will: „Bitte nicht, ich hoffe nicht. Sie (Anm.: die Mannschaft) verstehen nicht alle das Lied, aber der Chorus ist gut.“

…über Mentalität: „Es ist fast alles. Taktische Dinge sind immer dabei, aber Mentalität im Leben, im Fußball, ist alles.“

Zlatko Junuzovic (FC Red Bull Salzburg):
…über die ihm verabreichte Bierdusche und die Saison: „Es brennt in den Augen. Wir haben generell eine souveräne Saison gespielt, es war nicht immer einfach, aber wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Die Meisterrunde ist das Wichtigste und wir haben sehr fokussiert gespielt und verdient gewonnen. Es war nicht so einfach, wie es aussieht. Wir haben alle Spaß in der Mannschaft, man sieht das auch von der Stimmung her.“

…über mögliche internationale Erfolge in der Zukunft: „Man weiß nie, träumen kann man ja. Die Philosophie ist überragend, wir haben sehr viele junge Spieler mit sehr viel Qualität. Jeder erwartet von uns den Titel. International haben wir mit den Champions-League-Saisonen erste Schritte gesetzt, der Weg passt und wir werden sehen, was die nächsten Jahre bringen.“

Maximilian Wöber (FC Red Bull Salzburg):
…über den Meistertitel: „Meister sein ist einfach immer was Geiles.“

…über mögliche andere österreichische Meistervereine und die Zukunft von FC Red Bull Salzburg: „Wenn Red Bull Salzburg den Weg weitergeht wie bisher, wird es sehr schwierig. Es ist fast ein Jahrzehnt etwas aufgebaut worden, was richtig, richtig gut ist, mit einem Verein der auch international immer besser wird, mit den letzten zwei Jahren in der Champions League. Es gilt, sich dort zu etablieren und die Großen auch wirklich zu ärgern und nicht immer mitzuspielen und am Ende zu sagen, es war trotzdem zu wenig.“

…über das Feiern von Zlatko Junuzovic mit den Jüngeren der Mannschaft: „Zladi hat schon einiges gelernt von mir und ein paar anderen Jungen. Er hat zwei Kinder und wenn er um fünf nach Hause kommt, heißt es gleich weiterspielen. Aber mittlerweile ist er gut trainiert.“

Andreas Ulmer (FC Red Bull Salzburg):
…über die bisherige Saison: „Es macht Spaß, bei der Mannschaft, dem Klub dabei sein zu dürfen. Es wird einem nie langweilig und es ist immer viel Arbeit über das ganze Jahr gesehen und wir sind absolut verdient Meister geworden.“

…über seine Karriere und bisherige Zeit bei Red Bull Salzburg: „Für mich ist das der schönste Beruf und deswegen mache ich das auch gerne. Man merkt den Ehrgeiz von mir hinaus, ich möchte unbedingt mit den jungen mithalten können und investiere viel Zeit, auch außerhalb von den Trainingseinheiten und das zahlt sich schon aus.“

…über die Qualität im Verein: „Es ist ein Mix aus allem. Die Spieler, die geholt worden sind, die Idee, wie wir Fußball spielen, die Spieler, die da sind, die Einstellung, die Mentalität. Es ist nicht selbstverständlich, dass man so oft die Meisterschaft gewinnt.“

Patson Daka (FC Red Bull Salzburg):
…über die Mannschaft von Red Bull Salzburg: „Wir haben sehr viel Qualität und arbeiten sehr gut zusammen und sind als Team hervorragend. Es bedeutet sehr viel für mich und auch dem Verein. Ich bin unglaublich dankbar und froh, dass ich mit dem Team so gut zusammenarbeite, dass wir so eine gute Saison spielen.“

…über einen möglichen Wechsel: „Ich habe noch nicht viel darüber nachgedacht, ich war auf diese Saison fokussiert.“

Alexander Walke (FC Red Bull Salzburg) in der Halbzeitpause:
…über seine Einbindung in die Mannschaft während der bisherigen Saison: „Wir stehen natürlich jeden Tag zusammen auf dem Trainingsplatz, haben viele junge Spieler und ab und zu nimmt man mal den einen oder anderen auf die Seite und gibt ihnen einen guten Hinweis oder tritt ihnen auch einmal in den Arsch. Das ist natürlich nicht böse gemeint, aber muss auf dem Platz auch mal sein. Sobald es in die Kabine geht, ist das alles wieder gut.“

…über seine Stellung in der Mannschaft: „Opa ist vielleicht übertrieben, sagen wir eher ‚Papa der Truppe‘.“

…über Änderungen bei den jungen Spielern in den letzten Jahren: „Die Jungs werden immer jünger, immer schneller und können immer härter schießen. Als ich meine Karriere angefangen habe, war man mit 30 im besten Fußballeralter und wenn man heute mit 20 nicht bei einem Topklub ist, sagt man meistens, das wird schwer für die Karriere.“

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Es war trotz der Niederlage ein sehr gutes Spiel. Es passt leider dazu, dass wir durch einen abgefälschten Schuss in Rückstand geraten. Es war die beste Leistung, wenn wir alle Leitungen bisher gegen Salzburg hernehmen. Ich möchte ihnen gratulieren zum Meistertitel.“

…über einen möglichen zukünftigen Meistertitel: „Jeder würde gerne Meister werden, aber die Möglichkeiten, die Red Bull hat, damit sind sie weit weg von den anderen Mannschaften. Wir versuchen natürlich diese Schere zu schließen und ich glaube, dass es uns geglückt ist. Trotzdem ist es so, dass sie in einer anderen Liga spielen.“

…über den möglichen zweiten Platz: „Wir sind in einer sehr guten Position, aber ich glaube nicht, dass wir in Badeschlapfen spielen können.“

Leo Greiml (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Man muss ihnen (Anm.: Salzburger Mannschaft) gratulieren für diese Saison. Sie sind verdient Meister geworden. Es ist nicht schön zuzuschauen, aber das muss man akzeptieren. Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und ein unglückliches Tor bekommen, ansonsten haben wir gut gespielt.“

…über den Kampf um Platz zwei: „Es ist eng, aber wir sind Rapid und wissen, was wir können und werden die nächsten zwei Partien alles geben und werden sehen, was zum Schluss rauskommt.“

Mario Sonnleitner (SK Rapid Wien) im Zuspieler vor dem Spiel:
…über seine Zeit bei Rapid Wien: „Ich bin vielleicht der Einzige, der zehn Jahre hier ist und keinen (Anm.: Titel) hat. Das ist auch etwas Besonderes. Trotzdem ist die Zeit wunderschön und ich habe sehr viel dazugelernt. Ich habe sehr viel gegeben und mir ist auch sehr viel zurückgegeben worden. Für mich ist das Kapitel noch nicht durch.“

…über eine mögliche Vertragsverlängerung: „Sie wissen, dass ich immer alles für den Verein geben werde und dass sie auf mich zählen können.“

Anton Pfeffer (Sky Experte):
…wie sich der Erfolg des Vereins FC Red Bull Salzburg zeigt: „Wenn man sich die Philosophie des Vereins anschaut, dass man sich die besten Talente herholt und ständig ‚frisches Blut‘ hereinholt, aber auch für die Akademie eine Perspektive bietet, wo die Jungs sehen, sie haben eine reelle Chance auch international zu reüssieren. Von 16 möglichen Titeln haben sie 15 geholt in den letzten Jahren. Das ist kein Zufall. Für jeden anderen Verein wird es ganz, ganz schwierig. Da ist das Geld da, das ist keine Frage.“

…über Leo Greiml: „Leo Greiml hat gegen Patson Daka hervorragend gespielt. Es gibt kaum einen Verteidiger in der vergangenen Saison, der so auffällig gespielt hat gegen diesen Stürmer. Heute hat er ein Meisterstück abgeliefert. Da kann man diesem jungen Spieler gratulieren.“

Andreas Herzog (Sky Experte):
…über den Meistertitel von Red Bull Salzburg: „Es ist keine große Überraschung. Gratulation nach Salzburg, so wie jedes Jahr.“

…über die heutige Leistung von Red Bull Salzburg: „Es war heute kein berauschendes Spiel. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass sie Rapid die ersten 15, 20 Minuten gar nicht mehr in die andere Hälfte kommen haben lassen.“

…über Andreas Ulmer: „Wahnsinn, topfit, man sieht an ihm, dass Fußball nicht nur um Training auf dem Platz geht.“