Odermatt greift in Kranjska Gora nach kleiner Kugel

Odermatt greift in Kranjska Gora nach kleiner Kugel

Fünfeinhalb Wochen nach dem Schladminger „Nightrace“-Doppel sind die Techniker im alpinen Ski-Weltcup der Männer am Wochenende wieder am Werk. Nachdem die Frauen Anfang Jänner mit Riesentorlauf und Slalom das Kalenderjahr in Kranjska Gora eröffnet haben, stehen im slowenischen Skiort in diesen Disziplinen die jeweils vorletzten Männer-Saisonrennen auf dem Programm (jeweils 9.30/12.30 Uhr). Daher kann auch schon jeweils die Entscheidung in der Kugelfrage fallen.

Vor dem Riesentorlauf am Samstag hat Marco Odermatt 103 Punkte Vorsprung auf Verfolger Lucas Pinheiro Braathen, er könnte also durchaus die erste von vier möglichen Kugeln holen. Der brasilianische Olympiasieger muss am Podkoren zumindest vier Punkte auf den Schweizer aufholen, um beim Saisonfinale am in Hafjell eine Chance auf den Gewinn der Disziplinwertung zu haben. Noch im Rennen sind mit größeren Abstrichen u.a. auch der Schweizer Loic Meillard und der Norweger Henrik Kristoffersen.

Dazu kommt das österreichische Duo Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz mit einem Defizit auf Odermatt von 129 bzw. 166 Zählern. Der Salzburger Brennsteiner war vor acht Wochen beim Klassiker in Adelboden im Roten Trikot des Wertungsführenden angetreten, fiel da dann aber aus und wurde in Schladming nur 15. Freilich hat „Brandy“ sein Potenzial in Copper Mountain Ende November ebenso mit einem Sieg bestätigt wie Schwarz vor Weihnachten in Alta Badia. Bei Olympia wurden sie Achter und Neunter.

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Enges Rennen im Slalom-Weltcup

Im Slalom-Weltcup sind die ÖSV-Chancen auf die Kugel längst dahin, unabhängig vom bereits erfolgten Saisonende des Wertungsneunten Manuel Feller. In Abwesenheit des Kitzbühel-Siegers führt der Olympia-Zweite Fabio Gstrein das rot-weiß-rote Aufgebot an. Nach schon vor den Winterspielen beim Osttiroler aufsteigender Form geht es um seinen fünften Weltcup-Podestplatz, bisher war der 28-Jährige auf Weltcup-Siegerfotos ausschließlich als Drittplatzierter zu sehen.

Der Kampf um Platz eins als bester Slalomfahrer des Winters hat sich zuletzt zugespitzt, Atle Lie McGrath liegt einen Zähler vor Braathen voran. Für den Norweger wäre der Kugelgewinn wohl eine gewisse Entschädigung für seine Olympia-Enttäuschung, als er nach seinem Ausfall einen Abgang in Richtung Wald gewählt hat. Der französische Peking-Olympiasieger Clement Noel mit 17 sowie die Norweger Timon Haugan und Kristoffersen mit 53 bzw. 79 Zählern Rückstand haben auch noch gewisse Chancen.

Im Vorjahr hat Kristoffersen den Riesentorlauf wie auch den Torlauf unweit der österreichischen Grenze gewonnen, der Wahl-Österreicher und Schladming-Sieger von heuer hat in Kranjska Gora schon sechs Siege eingefahren. Beim bei den Technikern nur im Riesentorlauf antretenden Odermatt sind es drei, 2023 landete er einen Doppelschlag. In dieser Saison holte Odermatt bisher drei Siege im „Riesen“, Slalom-Olympiasieger Meillard zwei. Im Slalom haben McGrath und der Franzose Paco Rassat zweimal gewonnen.

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(APA) / Bild: GEPA