F1 Miami

Unwetter drohen: Großer Preis von Miami beginnt früher

Das Formel-1-Rennen von Miami wird wegen eines befürchteten Unwetters vorgezogen und beginn am heutigen Sonntag schon ab 19:00 Uhr MESZ (der Grand Prix HEUTE ab 17:30 Uhr LIVE bei Sky!).

Ursprünglich hätte der vierte Grand Prix des Jahres um 22:00 Uhr MESZ starten sollen. Da aber möglicherweise auch Blitzeinschläge drohen, entschieden sich die Regelhüter der Motorsport-Königsklasse für einen früheren Beginn des Rennens in Florida.

Supertalent Antonelli holt in Miami dritte Pole in Serie

Die Verschiebung liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke herum blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen. Das wollen die Veranstalter vermeiden.

Notfallplan in der Schublade

Im vergangenen Jahr zwangen drohende Unwetter die Regelbehörde dazu, mehr als zwei Stunden vor dem Rennstart ein Protokoll herauszugeben, sollte die Strecke wegen Blitzeinschlags evakuiert werden müssen. Die Wetter-Prognose trat am Ende aber nicht ein. Oscar Piastri im McLaren gewann dann das Rennen. Diesmal startet Kimi Antonelli im Mercedes von ganz vorn.

Der Motorsport-Weltverband Fia sieht sich vorbereitet für die Auswirkungen durch das Klima. Man beobachte die Wetterlage sehr genau, erklärte ein Sprecher zu Beginn des Wochenendes. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres gebe es ohnehin einen Notfallplan, den man bei Bedarf aktivieren könne.

FIA hofft auf „optimale Bedingungen“

„Diese Entscheidung wurde getroffen, um Störungen während des Rennens zu minimieren und ein möglichst großes Zeitfenster für einen erfolgreichen Abschluss des Grand Prix unter optimalen Bedingungen zu gewährleisten“, erklärten die Organisatoren des Automobil-Weltverbands FIA in einer Mitteilung: „Dabei hat die Sicherheit der Fahrer, Fans, Teams und Mitarbeiter oberste Priorität.“ Ein US-Gesetz schreibt die sofortige Aussetzung aller Freiluftveranstaltungen und die Unterbringung von Zuschauern und Personal bei Gewitter und Blitzgefahr vor.Vor dem Wochenende in Florida hatten die Formel 1 Anpassungen am Reglement vorgenommen, dabei auch für Rennen bei nassen Bedingungen mehrere Änderungen präsentiert. Für stärkeren Grip bei den Intermediates wurden die Temperaturen der Reifenheizdecken erhöht, für bessere Sichtbarkeit die Signale der Heckleuchten vereinfacht. Um das Fahrzeug bei wenig Haftung besser beherrschen zu können, reduzierten die Regelhüter die maximale ERS-Abgabe. Kurzfristig wurde auch der Einsatz des Boost-Knopfs für Überholmanöver bei starkem Regen verboten.

„Mir gefällt Chaos immer gut“: Wolff über möglichen Regen

Mehrere Piloten hatten im Vorfeld aufgrund der geringen Erfahrungswerte im Regen mit den neuen Autos Bedenken geäußert. „Es ist eine extrem flache Strecke, das Wasser bleibt auf der Oberfläche“, sagte Williams-Fahrer Carlos Sainz, „und ob das sicher genug sein wird oder nicht – bei den nahen Begrenzungsmauern und der Sicht, die wir mit diesen Autos haben – wird sicherlich ein Grund zur Sorge sein“.

Er hoffe, „dass wir alle notwendigen Vorkehrungen dafür treffen können. Wir können eine gute Show, ein gutes Rennen hinlegen. Ich glaube, alle Fahrer wollen im Nassen fahren“, führte der Spanier weiter aus: „Aber hoffentlich mit dem richtigen System und den richtigen Hilfsmitteln, um es sicher zu machen.“https://www.skysportaustria.at/norris-vor-piastri-mclaren-feiert-doppelsieg-im-miami-sprint/
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(APA/SID).

Beitragsbild: Imago.